Wir finden Zuflucht bei dem, der die Macht der Sünde bricht.

Gottesdienst am Gründonnerstag

Eine Predigt zu Matthäus 26,17-30.

Was weiß Jesus denn alles?

Da komme ich schon ins Grübeln. Er versteht, was Menschen bewegt und er durchschaut, was seine Gegner denken und planen.
Jesus vertraut fest darauf, dass Gott, der Vater im Himmel, ihn mit allem versorgt, was er braucht.Genau zur richtigen Zeit.
Ein erschütternder Hinweis
Gerade als das große Fest beginnt, lässt Jesus die Bombe platzen. Er sagt: „Ich weiß es ganz gewiss. Einer von euch wird mich an meine Feinde ausliefern.“
Ist das eine Vermutung von Jesus? Eine Frage, ein Test?
Ihr Blick geht auf ihr eigenes Herz. Sie sind erschüttert und tief traurig.
In der Gegenwart Jesu wird uns bewusst, wozu wir fähig sind, welche Macht die Sünde hat.
Nur zu leicht flüchten wir uns in die Welt des schönen Scheins. Die Jünger aber wissen längst, dass der schöne Schein bei Jesus nichts zählt. Bei ihm zählt das ehrliche und offene Wort.
Jeder Einzelne sucht bei ihm Schutz vor der Macht, die die Sünde über sein Leben haben will.

Der Gegenspieler
Einer hat Jesus noch nicht gefragt: Judas.
Der Grund von Jesu Handeln ist nicht der Verrat. Der Grund von Jesu Handeln ist das genaue Gegenteil: seine Treue und sein Vertrauen auf Gott.
Der Preis, den der Verräter zahlt, die Vergeblichkeit seines Handelns.Davor warnt ihn Jesus.

Das Urteil über Jesus hat nicht das letzte Wort: so setzt er an diesem Festabend am Gründonnerstag ein neues großes Befreiungsmahl ein.